Videokampagnen haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, was einerseits Änderungen beim Medienkonsumverhalten und andererseits an dem generellen Trend zu Bewegtbild liegt. Google, bzw. YouTube hat auf die steigende Nachfrage mit verschiedenen Anzeigenformaten reagiert, die in diesem Beitrag behandelt werden. Die verschiedenen Anzeigenformate wurden auf Basis der Kampagnenformate in Google Ads kategorisiert.

  • Display Kampagnen: Display Anzeigen, Overlay Anzeigen
  • Videokampagnen: TrueView In-Stream Anzeigen, TrueView Video-Discovery Anzeigen, nicht-überspringbare Videoanzeigen, Bumper Anzeigen

Anzeigenschaltung über Display Kampagnen

Unternehmen, die aktuell nicht über die Ressourcen verfügen, eigene Videoanzeigen zu erstellen oder in Auftrag zu geben, können eine Anzeigenschaltung auf YouTube über eine Display Kampagne erreichen. Die Anzeigen können auf Wiedergabe- oder Suchergebnisseiten angezeigt werden.

Display Anzeigen

Display Anzeigen werden auf Desktops in Form eines Banners (300 x 250 Pixel) rechts neben einem Video oder auf oberhalb der YouTube Suchergebnisse (alle Endgeräte) angezeigt. Werbetreibende können dabei auf das neue Format „responsive Displayanzeigen“ zurückgreifen oder eigens erstellte Bildanzeigen hochladen. Bei responsiven Displayanzeigen müssen lediglich Logo, Bildmaterial und Anzeigentext hinterlegt werden. Die finalen Anzeigen werden im gesamten Display Netzwerk und auf YouTube automatisch an das jeweilige Werbeumfeld angepasst.

Overlay Anzeigen

Overlay Anzeigen werden in Form eines Banners im unteren Bereich eines Videos angezeigt. Hier ist zwischen In-Video-Overlay-Anzeigen und Bild-Overlay-Anzeigen zu unterscheiden. In-Video Overlay Anzeigen (480 x 70 Pixel) sind nur auf Reservierungsbasis verfügbar. Bild-Overlay-Anzeigen (468 x 60 Pixel und 728 x 90 Pixel) können über das Google Ads Auktionssystem ausgespielt werden.

Anzeigenschaltung über Videokampagnen

Videoanzeigen bieten deutlich mehr Möglichkeiten, um (komplexe) Werbebotschaften zu vermitteln, sind jedoch auch mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Die Anzeigen können vor, während oder nach einem Video angezeigt werden. Die Videos müssen dabei auf YouTube gehostet werden, um als Teil einer Videoanzeige verwendet werden zu können.

Die Verfügbarkeit der verschiedenen Anzeigenformate ist in manchen Fällen an den Kampagnenuntertyp (z.B. nicht-überspringbare Videoanzeigen, Out-Stream Anzeigen) oder die Gebotsstrategien (z.B. Bumper Anzeigen) gebunden.

TrueView In-Stream Anzeigen

Bei diesem Anzeigenformat haben Nutzer die Möglichkeit, die Anzeige nach fünf Sekunden zu überspringen. Ein Videoaufruf wird erfasst, wenn mindestens 30 Sekunden der Videoanzeige oder die gesamte Anzeige (bei kürzeren Videos) angesehen werden oder Nutzer mit dem Video interagieren (z.B. Klick auf die Anzeige). Google empfiehlt offiziell eine Gesamtlänge von weniger als 3 Minuten, in der Regel sind Videoanzeigen jedoch deutlich kürzer und bewegen sich bei Längen zwischen 15 und 30 Sekunden.

Die Anzeige kann optional mit einem Call-to-Action Button und einem Companion Banner (300 x 600 Pixel, nur Desktop PCs) ergänzt werden.

TrueView Video-Discovery Anzeigen

Video-Discovery-Anzeigen können in Form eines klickbaren Thumbnails in den YouTube Suchergebnissen oder auf einer Wiedergabeseite bei den ähnlichen, bzw. vorgeschlagenen Videos angezeigt werden. Bei der Erstellung der Anzeige kann aus vier automatisch generierten Thumbnails gewählt werden, die auf Basis des jeweiligen Videos erstellt wurden. Die Abrechnung erfolgt pro Klick auf die Anzeige.

Nicht-überspringbare Videoanzeigen

Die Anzeige kann vor, während oder nach einem Video angezeigt werden und dabei von Nutzern nicht übersprungen werden. Die maximale Länge der Anzeige beträgt 15 Sekunden, in manchen Ländern sogar 20 Sekunden. Die Abrechnung erfolgt auf CPM-Basis.

Bumper Anzeigen

Ähnlich wie beim vorherigen Anzeigenformat, können Bumper Anzeigen vor, während oder nach einem Video angezeigt werden und von Nutzern nicht übersprungen werden.  Die maximale Länge der Anzeige beträgt 6 Sekunden. Die Abrechnung erfolgt auf CPM-Basis. Die Verwendung dieser Gebotsstrategie ist auch die Voraussetzung für die Nutzung dieses Anzeigenformats.