TrueView for Action ist ein Kampagnenformat für die Anzeigenschaltung bei YouTube, wobei der Fokus dieses Formats auf der Generierung von Klicks oder Conversions liegt. Die Anzeigen beinhalten einen Call-to-Action Element, einen Anzeigentitel und optional auch Sitelinks, sind jedoch ausschließlich auf  das Format „In-Stream“ beschränkt. Das bedeutet, dass die Anzeigen vor, während oder nach einem Video eingeblendet werden und von Nutzern nach 5 Sekunden übersprungen werden können.

Wie funktionieren TrueView for Action Anzeigen?

Das Anzeigenformat basiert auf den bereits bekannten In-Stream Anzeigen, die vor anderen YouTube Videos erscheinen und nach 5 Sekunden übersprungen werden können. Der Hauptunterschied liegt in der Einblendung eines individualisierbaren Call-to-Action Overlays.

Quelle: Google

Bei mobilen Endgeräten wird das Overlay während der ersten 5 Sekunden maximiert dargestellt und danach minimiert. Im Hochformat wird ein Companion Banner für die gesamte Videolaufzeit angezeigt. Am Ende des Videos wird (sofern die Anzeige zuvor nicht übersprungen wurde) ein Endbild für die Dauer von 5 Sekunden angezeigt.

Auf Desktop Geräten wird das CTA Overlay unterhalb des Videos angezeigt. Zudem wird ein Companion Banner rechts neben dem Video eingeblendet. Auch hier kann nach dem Video ein Endbild – jedoch für 7 Sekunden – angezeigt werden.

Erstellung einer TrueView for Action-Kampagne

Um das True-View for Action nutzen zu können muss eine Video-Kampagne mit dem Ziel „Mehr Conversions“ oder „Shopping“ erstellt werden, wobei die weiteren Einstellungsmöglichkeiten je nach Ziel etwas voneinander abweichen.

TrueView for Action mit Fokus auf Conversions

Nach der Auswahl des Kampagnentyps und des Ziels müssen die Details der Kampagne festgelegt werden. Ein wichtiger Punkt ist hier die Verwendung von Smart Bidding, bei dem die Gebote vollautomatisch und auf Basis zahlreicher Signale angepasst werden. Die Standard-Gebotsstrategie ist hier der die Option „Conversions maximieren“. Wer zu Beginn etwas mehr Kontrolle beihalten möchte, kann die Option „Ziel-CPA“ verwenden wobei der Zielwert auf Basis von Erfahrungswerten aus anderen Video-Kampagnen oder anderen Werbenetzwerken definiert werden sollte. Im Vergleich zu Kampagnen, die auf das Suchnetzwerk ausgerichtet sind, sollte der Ziel CPA jedoch deutlich höher angesetzt werden.

Darüber hinaus stehen zahlreiche weitere Optionen für die Kampagnensteuerung zur Verfügung:

  • Auszuschließende Inhalte
  • Erweiterte Einstellungen (z.B. Geräte, Frequency Capping, Werbezeitplaner)
  • Demografische Merkmale & Zielgruppen
  • Weitere Ausrichtungskriterien (z.B. Keywords, Themen, Placements)
  • Sitelink-Erweiterungen: Links zu Detailseiten

Für die Erstellung der Anzeige selbst muss der Link des bei YouTube hochgeladenen Videos eingegeben werden. Als Videoanzeigenformat ist automatisch die In-Stream Anzeige vorausgewählt und dies kann auch nicht geändert werden.

Das Call-to-Action Overlay wird automatisch erstellt, es müssen nur folgende Eingaben gemacht werden:

  • Finale URL
  • Angezeigte URL
  • Call-to-Action Text (max 10 Zeichen)
  • Anzeigentitel (max 15 Zeichen)
  • Companion Banner: automatische Erstellung oder eigenes Bildmaterial (300 x 60 Pixel)

TrueView for Action mit Fokus auf Transaktionen

Bei der Auswahl dieses Kampagnenziels muss im ersten Schritt noch das passende Merchant Center Konto ausgewählt werden, das für die Darstellung von Produkten verwendet werden soll.

Bei den weiteren Einstellungen kann gleich zu Beginn ein Filter auf das Produktinventar angewendet werden. Dies macht bei Videos zu spezifischen Produktgruppen Sinn, sodass nur passende Produkte angezeigt werden. Hier macht sich der Einsatz von benutzerdefinierten Labels für Produktgruppen oder sonstige wichtige Attribute bezahlt, da diese als Filter herangezogen werden können.

Bei diesem Kampagnentyp ist aktuell nur die Gebotsstrategie „maximaler CPV“ verfügbar, wodurch die maximalen Kosten pro Ansicht definiert werden. Als Referenz können die Werte aus anderen Videokampagnen herangezogen werden, wobei diese durch den Fokus auf Transaktionen erhöht werden sollten.

Die Anzeigenschaltung ist auf YouTube Videos beschränkt, ansonsten können zahlreiche weitere Ausrichtungskriterien definiert werden:

  • Auszuschließende Inhalte
  • Erweiterte Einstellungen (z.B. Geräte, Frequency Capping, Werbezeitplaner)
  • Demografische Merkmale & Zielgruppen
  • Weitere Ausrichtungskriterien (z.B. Keywords, Themen, Placements)

Für die Erstellung der Anzeige selbst muss der Link des bei YouTube hochgeladenen Videos eingegeben werden. Als Videoanzeigenformat ist automatisch die In-Stream Anzeige vorausgewählt und dies kann auch nicht geändert werden.

Da die Produktanzeigen aus dem Datenfeed ehraus erstellt werden, kann bei der Anzeige selbst nur eine allgemeine finale URL hinterlegt werden.

Fazit

Mit TrueView for Action sollen die Vorteile der Google Suche mit jenen von YouTube Videokampagnen vereint werden. Es ist dabei zu beachten, dass bei der auf Conversions ausgerichteten Kampagne ausschließlich die Gebotsstrategien „Conversions maximieren“ und „Ziel-CPA“ verfügbar sind, wodurch das Kampagnenformat eine gewisse Menge an Conversion-Daten benötigt um von den Vorzügen von Smart Bidding profitieren zu können. Bei deutschsprachigen Kampagnen stellt die Zeichenbeschränkung für das Call-to-Action Overlay eine gewisse Herausforderung dar.