Empfehlungen in Google Ads für die Kampagnenoptimierung

Google hat die vormals als „Werbechancen“ bekannten Empfehlungen für die neue Google Ads Oberfläche deutlich überarbeitet und in einem eigenen Tab dargestellt. Man kann sich die Empfehlungen für das gesamte Konto oder einzelne Kampagnenelemente (Kampagnen, Anzeigengruppen) anzeigen lassen.

Überblick der Empfehlungen

Aktuell (Stand: August 2018) gibt es ca. 40 Empfehlungen, die in  5 Kategorien eingeteilt sind. Es werden jedoch nur Empfehlungen angezeigt, die für das jeweilige Werbekonto relevant sind.

  • Anzeigen und Erweiterungen: Anzeigenvorschläge, Anzeigenerweiterungen hinzufügen,…
  • Keywords und Ausrichtung: neue Keywords hinzufügen, Zielgruppen hinzufügen, ausschließende Keywords hinzufügen,…
  • Gebote und Budgets: Gebotsanpassungen nutzen, Empfehlungen für Gebotsstrategien, Budgets anheben,…
  • Fehlerbehebung: Anzeigengruppen ohne Ausrichtungskriterien, Fehler in Anzeigenzielen, Conversion Tracking einrichten,…
  • Anzeigenvorschläge: Varianten bestehender Anzeigen, die übernommen oder abgelehnt werden können.

Achtung: Anzeigenvorschläge werden nach 14 Tagen automatisch angewendet, wenn sie zuvor nicht abgelehnt wurden. Man kann diesen Automatismus jedoch über die Kontoeinstellungen deaktivieren.

Der Optimierungsfaktor

Im August 2018 wurden die Empfehlungen um den Optimierungsfaktor ergänzt. Dabei handelt es sich um einen groben Richtwert, der auf einer Skala von 0% und 100% den Optimierungsgrad eines Google Ads Kontos oder einer Kampagne angibt.

Empfehlungen als Teil der Optimierungsarbeit

Die Empfehlungen können gesammelt oder nach Kategorie segmentiert angezeigt werden. Die Daten aller oder einzelner Empfehlungen können auch als CSV Datei exportiert werden. Bei einzelnen Empfehlungen (z.B. redundante Keywords) kann die Option über das Icon mit den 3 vertikal angeordneten Punkten erreicht werden.

Die Empfehlungen können entweder direkt übernommen (nicht empfohlen) oder im Detail angezeigt werden um diese besser nachvollziehen zu können.

Werbetreibende sollten dabei immer prüfen, ob die Empfehlung für das eigene Konto sinnvoll ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann diese auch gelöscht und ein Feedback an Google gesendet werden.

Fazit

Die von Google zur Verfügung gestellten Empfehlungen sollten vorrangig auch als solche behandelt werden. Es ist auf keinen Fall notwendig, bzw. ratsam alle Empfehlungen zwingend umzusetzen, sondern diese als zusätzliche Quelle für Optimierungsmaßnahmen anzusehen. Man sollte den Bericht dennoch regelmäßig aufrufen und vor allem die Hinweise zur Fehlerbehebung durchgehen.

Alternativ zu den im Google Ads Konto angezeigten Empfehlungen stehen auch im Editor unter „benutzerdefinierte Regeln“ nützliche Hinweise für die Kampagnenoptimierung zur Verfügung.