Responsive Suchanzeigen sind das „neueste“ Anzeigenformat, bei dem Werbetreibende mehrere „Assets“ wie Anzeigentitel oder Beschreibungstexte hinzugefügt werden können. Das System stellt diese mit Hilfe von maschinellem Lernen je nach Suchanfrage und Kontext dynamisch zusammen, um die jeweils relevanteste Anzeige auszuspielen. Google hat diesem Anzeigenformat neue Anpassungsmöglichkeiten hinzugefügt, nämlich eine Countdown Funktionen und einen Standort Platzhalter. Zudem wurden die Vorschläge erweitert und es ist ab sofort möglich, die Leistung von Assets kampagnenübergreifend auszuwerten.

Countdown Funktion

Die Countdown Funktion dürfte manchen Werbetreibenden bereits aus den Standard-Textanzeigen bekannt sein. Die Anzeigenanpassung ermöglicht die Anzeige eines sich selbst aktualisierenden Countdowns, der zuerst in Tagen, dann in Stunden und zuletzt in Minuten angezeigt wird. Der Countdown kann zum Beispiel für den Start oder den Ablauf zeitlich limitierte Angebote oder die Eröffnung einer Filiale genutzt werden.

Die {COUNTDOWN()}-Funktion kann über die Eingabe einer geschwungenen Klammer aktiviert werden. Es öffnet sich in Folge ein Drop-Down Menü und ein Dialogfeld, in dem alle Daten zum Countdown hinterlegt werden können.

Standort Platzhalter

Der Standort-Platzhalter – {LOCATION(City)} – kann ebenfalls über die Eingabe einer geschwungenen Klammer aktiviert und im folgenden Dialogfeld eingerichtet werden. Der Platzhalter funktioniert ähnlich, wie der bereits seit Jahren verfügbare Keyword-Platzhalter, indem ein Standard Text je nach Kontext – in diesem Fall der Standort eines Nutzers oder ein Standort, an dem der Nutzer interessiert ist – dynamisch ersetzt werden kann, um die Relevanz der Anzeige zu steigern. Die Standorte können für Städte, Bundesländer oder Länder angepasst werden.

Beispiel: Ein Malerbetrieb bietet seinen Dienstleistungen in allen Orten innerhalb einer gewissen Region an. Um die Relevanz seiner Anzeigentexte zu verbessern kann er nun mit Hilfe des Standort-Platzhalters die konkreten Orte innerhalb dieser Region in dem Anzeigentext platzieren, ohne dafür separate Anzeigengruppen oder einen Datenfeed erstellen zu müssen.

Ideen zur Steigerung der Anzeigeneffektivität

Bei der Erstellung von responsiven Suchanzeigen können sich Werbetreibende auch von konkreten Vorschlägen zur Steigerung der Anzeigeneffektivität inspirieren lassen, die auf der rechten Seite über den Link „Ideen anzeigen“ verfügbar sind. Hier gibt es nun neue Vorschläge in den Bereichen „Verfügbarkeit online“ und „Versand und Rückgabe“.

Kampagnenübergreifende Berichte zu Assets

Eine der Schwachstellen von responsiven Suchanzeigen sind die nach wie vor limitierten Auswertungsmöglichkeiten. Es ist derzeit noch nicht möglich, Metriken wie Klickrate oder Conversion Rate für einzelne Assets oder Asset-Kombinationen auszuwerten. Lediglich die Anzahl an Impressionen gibt Aufschluss darüber, welche Assets am häufigsten angezeigt wurden. Immerhin können diese Daten nun kampagnenübergreifend ausgewertet werden. Neben der Anzahl an Impressionen wird die Anzahl an Anzeigen, die ein bestimmtes Asset verwenden, der Asset Typ und eine qualitative Leistungsbewertung angezeigt.

Fazit

Google legt weiterhin einen starken Fokus auf die responsiven Anzeigen und erweitert sowohl deren Funktionen als auch die weiterhin noch limitierten Auswertungsmöglichkeiten. Die aktuelle Empfehlung ist, pro Anzeigengruppe zumindest 2 Textanzeigen und eine responsive Suchanzeige zu erstellen. Zudem sollte darauf geachtet werden, mehrere unterschiedliche Assets pro Anzeige zu erstellen, damit das System daraus die jeweils „beste“ Anzeige erstellen kann.