Zielvorhabenoptimierte Google Shopping Kampagnen

Google baut das Angebot an vollautomatisierten Kampagnenformaten bei denen maschinelles Lernen zum Einsatz kommt weiter aus. Die nächste Neuerung wird Google Shopping betreffen und das Standard-Kampagnenformat von Google Shopping mit Remarketing im Display Netzwerk vereinen. Die Auswahl von Placements, Anzeigen und CPC Geboten erfolgt automatisch. Die Kampagnen können sowohl für einen maximalen Conversion-Wert oder Ziel-ROAS optimiert werden. Das neue Kampagnenformat soll in den kommenden Wochen weltweit verfügbar sein.

Anforderungen für zielvorhabenoptimierte Google Shopping Kampagnen

Für das neue Kampagnenformat wird wie bei den Standard-Kampagnen ein über das Google Merchant Center gewarteter Produktdatenfeed benötigt. Darüber hinaus werden ein funktionierendes Conversion Tracking mit Transaktionswerten und ein Remarketing Tag (AdWords oder Analytics) benötigt.

Es gilt ein Minimum von 20 Conversions in den vergangenen 45 Tagen, wobei dies auch hier der absolute Minimalwert sein dürfte, wie man bereits bei anderen automatisierten Gebotsstrategien gesehen hat. Umso größer die verfügbare Datenbasis ist, umso mehr Signale können durch maschinelles Lernen berücksichtigt werden um die gewünschten Ergebnisse zu erreichen. Bei den Remarketing Listen gilt ein Minimum von 100 aktiven Nutzern.

Zielvorhabenoptimierte Google Shopping Kampagnen erstellen

Verfügbare Anzeigenformate & Placements

In den neuen Shopping Kampagnen können sowohl Shopping-, als auch Display-Anzeigen ausgespielt werden. Die Anzeigen können netzwerkübergreifend in der Google Suche, im Google Display Netzwerk, auf YouTube oder Gmail erscheinen. Die Auswahl des geeigneten Werbemittels und der Placements erfolgen vollautomatisiert um den Conversion-Wert zu maximieren oder den Ziel-ROAS zu erreichen. Dabei werden Suchanfragen, prognostizierte Absicht, bzw. Interaktionen von Nutzern mit der Website berücksichtigt.

Die zielvorhabenoptimierten Shopping-Kampagnen haben Vorrang gegenüber regulären Shopping- und Remarketing Kampagnen. Es wird jedoch generell empfohlen, diese Kampagnen zu deaktivieren um das maschinelle Lernen nicht zu beeinträchtigen.

Shopping Kampagnen Netzwerke

Fazit

Mit den zielvorhabenoptimierten Shopping Kampagnen wird das Angebot an Kampagnenformaten, die auf maschinellem Lernen basieren weiter ausgebaut. Durch die Kombination von Shopping- und Display Kampagnen und die Automatisierung von Webemittel, CPC Geboten und Placements wird die Kampagnensteuerung für Werbetreibende deutlich vereinfacht, geht allerdings auch mit einem Verlust von Kontrolle einher. Wie bei allen automatisierten Kampagnenformaten und Gebotsstrategien ist es empfehlenswert sich an das Thema durch Tests heranzutasten und die Ergebnisse nach einem angemessenen Zeitraum mit den bestehenden Kampagnen zu vergleichen.  Ausschlaggebend für den Erfolg des neuen Kampagnenformats ist eine ausreichend große Datenbasis, die benötigt wird um von den Vorteilen von maschinellem Lernen profitieren zu können.