Bedingt durch die Auswirkungen des Coronavirus mussten vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen ihre bestehenden Vertriebskanäle überdenken und digitalisieren, was in den letzten Wochen auch zu einem Anstieg an Online Shops geführt hat. Facebook hat im Bereich „Social Shopping“ nun neue Lösungen für den Vertrieb innerhalb seiner Plattformen vorgestellt. Mit Facebook und Instagram Shops wurde eine Shop Plattform entwickelt, die ab sofort weltweit ausgerollt wird. Unternehmen werden per E-Mail verständigt, sobald sie die Plattform nutzen können.

Wie funktioniert Facebook Shops?

Facebook Shops ist eine zentrale Plattform, die für den Vertrieb von Produkten auf Facebook und Instagram genutzt werden kann. Produkte können manuell oder in Form eines Datenfeeds übermittelt und im Katalog weiterverarbeitet werden (z.B. für das Erstellen von Kollektionen). Der Shop ist in Folge auf der Facebook Seite und dem Instagram Profil sichtbar und kann zudem mit Beiträgen und Stories verknüpft werden. Die Bestellung kann auf der Website des Unternehmens und in Zukunft wohl auch direkt in den Plattformen (geschlossener Beta Test in den USA) abgewickelt werden.

Shopping im Messenger

Um das Einkaufserlebnis weiter zu verbessern können sich interessierte Nutzer per WhatsApp, Messenger oder Instagram Direct an das Unternehmen wenden, um zum Beispiel weitere Details zu den Produkten zu erfahren. In Zukunft soll es auch möglich sein, Produkte direkt aus dem Chat heraus zu kaufen.

Instagram Shop

Für den Sommer ist in den USA zudem noch der Launch von Instagram Shop auf einer separaten Unterseite (erreichbar über @shop) geplant, die auch in der Navigation verlinkt werden soll, was den Social Shopping Aspekt weiter verstärken wird. Nutzer können auf dieser Seite nach Marken oder Kategorien filtern oder sich von individualisierten Vorschlägen inspirieren lassen.

Live Shopping

Ebenfalls geplant (Zeithorizont von einigen Monaten) ist die Möglichkeit, Produkte in Live Videos zu integrieren. Diese können vorab aus dem Produktkatalog heraus verknüpft werden, um später unterhalb des Videos angezeigt zu werden.

Kundenbindungsprogramme

Zuletzt wurde auch noch die Möglichkeit in Aussicht gestellt, Kundenbindungsprogramme mit Facebook zu verknüpfen. Nutzer können dann direkt auf Facebook den Status ihrer gesammelten Punkte einsehen. Auch die Erstellung eines neuen Kundenbindungsprogramms soll über Facebook möglich sein.

Fazit

Mit Facebook Shops dürfte der bereits bestehende Trend zu „Social Shopping“ weiter vorangetrieben werden, da die neue Plattform auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Produkt auf einfachem Weg in den Plattformen zu vermarkten. Auch die weiteren, geplanten Möglichkeiten lassen auf eine verstärkte Wandlung der sozialen Netzwerke hin zum sozialen Marktplatz schließen.